Bianga, Carl

Carl BiangaCarl Bianga, geboren 1930 in Danzig, lebte bis 1972 in Berlin, wo er in den 195o-er Jahren an der Hochschule für bildende Künste freie Malerei mit dem Schwerpunkt Radierung studierte. Dort war er Meisterschüler bei Max Kaus. Seine handcolorierten Radierungen aus der Zeit zwischen 1968 und 1974 zählen heute zu den wichtigsten Graphiken des deutschen Pop.

Neben seiner bild-künstlerischen Arbeit entstanden immer auch Gedichte, meist Zyklen, die in kurzer Zeit geschrieben wurden, unterbrochen von längeren Zeiträumen, in denen das Hauptaugenmerk einzig seiner Radierkunst galt. – Einzelne seiner Gedichte wurden vor allem in Anthologien veröffentlicht.

Bei uns erschienen folgende Gedichtzyklen: 1994 “Wilhelmsruh” (PH1), 1997 “Tambouriner – Verlorenes Austrommeln” (PH6), 2002 “Fenster” (PH15) und 2004 “Sandra” (PH23).

Carl Bianga lebt und arbeitet seit fast vierzig Jahren in Hamburg.

Foto: Dana Gaida, Hamburg

Gogolin, Peter H.

Peter Gogolin 1Peter H. Gogolin, geboren 1950 in Holstendorf in Schleswig-Holstein, lebt heute in Wiesbaden. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien. So den Literaturförderpreis der Stadt Hamburg, die Arbeitsstipendien des Künstlerdorfes Schöppingen und der Künstlerstätte Schreyahn. Peter H. Gogolin war Stadtschreiber der Stadt Esslingen am Neckar und erhielt den Preis der Deutschen Akademie Rom, Villa Massimo.

Gogolin ist Erzähler. Bereits 1981 erschien sein erster Roman „Seelenlähmung“. Neben seiner Erzählkunst entstanden aber auch Theaterstücke, Funkessays und immer wieder Gedichte. Auch in
ihnen bestechen erzählerische Elemente, Momentaufnahmen, präzise Bilder, die auf Stationen des Lebens verweisen, bei denen stets Menschen eine wesentliche Rolle spielen.

Bei uns erschienen 1999 die Gedichte „Ich, Nichts, Vorbei.“ (PH13) sowie 2003 die Erzählgedichte „Schnee auf neuen Gipfeln“ (PH22)

Weitere Information auf der Homepage von Peter H. Gogolin

Kross, Jürgen

jürgen-krossJürgen Kross, geboren 1937 in Hirschberg/Schlesien, lebt als Dichter und selbständiger Buchhändler in Mainz. Neben Erzählungen, Einaktern sowie als Herausgeber ist er in erster Linie durch seine Gedichte bekannt geworden, insbesondere durch seine Doppeldreizeiler, die in zahlreichen Bänden, vor allem bei
Brandes & Apsel in Frankfurt/Main, erschienen sind.

Kross lässt mit seinen Gedichten Tradiertes deutlich hinter sich. Das gilt nicht nur für seine eigenwillige Syntax und Interpunktion, sondern auch im Hinblick auf sein wichtigstes Thema, den Tod. Er wird begriffen als eine dem Leben immanente Größe. Kross gelingt es, eine Sprache für das scheinbar Unsagbare zu finden.

Bei uns erschienen folgende Gedichtzyklen: 1997„Totenhag“(PH7), 1998 „Sonnengeflecht (PH11), 2000 „Waldungen“(PH17), und 2001 „Angespül“ (PH18), 2011 „Umland“ (PH27).

Eine ausführliche Bibliographie ist auf der Internetseite des Instituts für Textkritik, Heidelberg einzusehen. – Grundzüge der Kross’schen Gedichte sind u. a. in der Rezension zu seinem Band „grenzverlauf“ (2007) nachgezeichnet, veröffentlicht in der Zeitschrift SIGNUM (Winter 2008) sowie in der Rezension zu „unverwandt“ (2011), ebenfalls in SIGNUM (Winter 2012).

Nowack, Nicolas

Nicolas Nowack

Nicolas Nowack, geboren 1961 in Hamburg, studierte Literatur, Medizin und Sprachen. Er lebte in London und jetzt in Hamburg und Salzwedel. Neben seiner intensiven Tätigkeit als Autor und Facharzt für Psychiatrie sowie als Hochschullehrer, veröffentlichte Nowack zahlreiche belletristische Werke.
Hervorgetreten ist er als Autor optischer Poesie, so vor allem in “Hier entsteht demnächst ein Sinn”, im Anderbeck Verlag 2006. Dieses Buch enthält eine vollständige Dokumentation des von ihm in der historischen Innenstadt Salzwedels installierten LiteraTour-Pfads, der an 50 seiner Texte vorbeiführt.

Seine Lyrik wurde in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht, so u.a. in den Jahrbüchern der Lyrik 2001 und 2002 bei C.H.Beck. Nowack gelingt es, mit seinen ungewöhnlichen Texten den Leser zu irritieren, indem er die verschiedenen semiotischen Aspekte nutzt, wenn er z.B. semantische und syntaktische Strukturen aufbricht. Der Autor steht dabei ganz in der Tradition konkreter und visueller Poesie und geht neue Wege.

Unter dem Titel “Ab-sonderl-ich” erschien im Oktober 2002 bei uns eine Auswahl seiner “Lieder für Linguistenkinder” (PH21).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Nicolas Nowack

Foto: Ina Nowack, Hamburg

Rauner, Herbert

herbert-raunerHerbert Rauner, geboren 1959, lebt als Dichter in Augsburg.
Neben seiner Lyrik arbeitet er auch als Übersetzer. Seine Gedichte und Übersetzungen erscheinen bei ERV, so 1995 die Gedichte „Stummsamen“ und im Jahr 2000 die Gedichte „Blauwärts“. Als Übersetzer ist er hervorgetreten durch die Umschreibungen von Emily Dickinsons „The Ultimate of Talk“, die 2005 unter dem Titel „Das Sprechendste der Sprache“ erschienen sind. 2009 erschien die Übersetzung „Jemand hat Ingeborg Bachmann getötet“ („Il y a quelqu’un qui a tué Ingeborg Bachmann“) von Hélène Cixous.

Rauners Gedichte kreisen wesentlich um die Themenkomplexe Sprache und mitmenschliche Beziehung. Das sprechende Ich findet dabei erst durch seine Sprache zu sich selbst. Im Sinne eines solipsistischen Zurückgeworfenseins auf die eigene Sprache erfährt der Sprecher den Anderen als ein in der Sprache getrenntes
und entferntes Du. Die Erfahrung, dass solche Aporie nicht durch Sprache zu überwinden ist, versuchen seine Gedichte darzustellen.

Bei uns erschienen 1998 der Gedichtzyklus „Fehl“(PH10), 2000 der Gedichtzyklus „Schimmelbogen“ (PH16), und 2002 die Liebesgedichte „Coram“ (PH20).

Schubert, Jutta

Jutta SchubertJutta Schubert, geboren 1959 in Wiesbaden, wo sie heute wieder lebt, studierte Literatur- und Theaterwissenschaften an den Universitäten Erlangen/Nürnberg und Frankfurt am Main. Ihre Studienzeit schloss sie mit einer Arbeit über Thomas Bernhard ab.
Ihre schriftstellerische Arbeit begann mit Gedichten und der Einladung zum Literarischen März nach Darmstadt. Die ersten Veröffentlichungen datieren aus dem Jahr 1987.

Bekannt geworden ist die Autorin vor allem durch Theaterstücke, so durch das Schauspiel “Die Weiße Rose – Aus den Archiven des Terrors”. Darüber hinaus entstanden zahlreiche Stücke und Bearbeitungen für das Kinder- und Jugendtheater sowie fürs Figurentheater. Auch als Theaterregisseurin hat sich Jutta Schubert einen Namen gemacht. Mehrere Preise und renommierte Stipendien, darunter der Kultusministerien von Hessen und Baden-Württemberg, begleiten ihr Leben als engagierte Autorin.

Bei uns erschien 2005 die Gedichtsammlung “Unter dem Haus das Meer – Venezianische Fresken” (PH24), Texte, die während eines Venedig-Aufenthalts auf den Spuren Joseph Brodskys entstanden.

Weitere Informationen auf der Hompepage von Jutta Schubert